Katagami

  Katagami

Katagami sind Textilfärbeschablonen (kata) aus imprägniertem, kräftigem Papier (kami) zur Musterung von Textilien, die mit Hilfe solcher Schablonen unter Verwendung einer Reispasten-Reservage gefärbt werden (katazome), in einer dem Batik-Verfahren vergleichbaren Technik. Die meisten katagami stammen aus der Stadt Suzuka in der Provinz Ise, der heutigen Mie-Präfektur, wo die Tradition des Schablonenschneidens (katahori) und der speziellen Papierherstellung bis heute gepflegt wird. In den heutigen katagami-Sammlungen finden sich fast ausnahmslos Entwürfe aus dem 19. Jahrhundert.
Katazome gehört zu den traditionellen Färbeverfahren, die in Japan seit alter Zeit verwendet werden. Während der Edo-Zeit (1615–1867) entwickelte sich katazome zur populären Textilkunst. Schablonengefärbte Gewänder von hoher Eleganz mit komon („Kleinmuster“ - winzige Motive in endloser Wiederholung) waren zunächst der Samurai-Klasse vorbehalten. Die hohen Anforderungen dieser Käuferschicht an Schablonenschneider und Färber führte zur Perfektionierung verschiedener Schnitttechniken und zur Erweiterung des Formenrepertoires, wobei das gesamte Repertoire ostasiatischer Motive für katagami adaptiert wurden. Das gilt auch für das Design der chûgata (katagami mit eher realistischen „mittelgroßen Mustern“), die vor allem zur Blauweißfärbung der Sommerkimonos aus feiner Baumwolle (yukata) verwendet wurden. (wh)


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